Warum Telegram zur Steuerung?
Telegram ist schnell, sicher und auf jedem Gerät verfügbar. Mit der Bot-API kannst du deine KI-Workflows direkt aus dem Chat starten – ohne SSH, ohne Dashboard, ohne Umwege. Ein Befehl genügt, und dein Agent beginnt zu arbeiten.
Voraussetzungen
- Ein laufender Hermes Agent (lokal oder auf deinem Server)
- Ein Telegram-Konto und die Telegram-App
- Ein Telegram Bot Token (von @BotFather)
- Deine Telegram User ID (von @userinfobot)
Schritt 1: Bot erstellen und Token holen
Bot bei BotFather registrieren
Öffne Telegram und starte eine Unterhaltung mit @BotFather. Sende den Befehl /newbot und folge den Anweisungen. Du erhältst einen Token im Format:
Dieser Token ist der Schlüssel – speichere ihn sicher in deiner .env-Datei.
Schritt 2: Hermes für Telegram freigeben
Zwei Umgebungsvariablen — mehr braucht das Gateway nicht
Ältere Fassungen dieser Anleitung zeigten einen telegram:-Block
mit enabled, bot_token,
allowed_chats und commands
in der config.yaml.
Diese Struktur existiert im Hermes-Gateway nicht. Geprüft im Code: der Gateway liest
die Freigabe ausschließlich über Umgebungsvariablen (gateway/authz_mixin.py),
in der config.yaml steht unter gateway:
nur multiplex_profiles. Ein selbst geschriebener
commands:-Block wird ignoriert — er richtet nichts ein.
Setze stattdessen in deiner .env:
Die Zahlen sind die numerischen Telegram-IDs (von @userinfobot),
keine @namen. TELEGRAM_ALLOWED_USERS wirkt plattformweit (auch DM),
TELEGRAM_GROUP_ALLOWED_USERS nur gruppen-scoped — Chat-IDs
gehören ausschließlich nach TELEGRAM_GROUP_ALLOWED_CHATS;
werden Chat-IDs fälschlich unter …_ALLOWED_USERS eingetragen,
werden sie vom Gateway als Fehlkonfiguration zurückgewiesen.
Danach den Telegram-Kanal aktivieren und den Gateway neu starten:
Schritt 3: Bot starten und testen
Hermes mit Telegram-Unterstützung starten
Starte Hermes neu, damit die Config geladen wird:
Öffne nun deinen Bot in Telegram und sende /start. Du solltest eine Begrüßung erhalten. Teste dann /status – der Bot sollte den aktuellen Systemstatus melden.
Sieht du keine Antwort? Prüfe, ob der Bot-Token korrekt ist und deine User-ID in allowed_chats eingetragen wurde. Nur eingetragene User können den Bot steuern.
Schritt 4: Workflows anstoßen — mit den Befehlen, die es wirklich gibt
Keine eigenen Slash-Befehle — Ziel setzen statt
Ältere Fassungen zeigten hier einen telegram.custom_commands-Block
mit /recherche, /bericht und
/backup. Geprüft: es gibt keine benutzerdefinierten
Slash-Befehle. Das Gateway kennt eine feste, im Code hinterlegte Befehlsmenge; ein eigener
Eintrag in der Config wird nicht registriert.
Was stattdessen funktioniert, ist ein stehendes Ziel — der Agent arbeitet es über mehrere Runden ab, auch zwischen Nachrichten:
/goal kennt gemessene Unterverben:
Für einen einzelnen langen Lauf im eigenen Thread:
Schritt 5: Multi-Agenten-Pipelines steuern
Komplexe Abläufe mit einem Befehl anstoßen
Mit HYPDB.ONE kannst du ganze Agenten-Ketten über Telegram starten. Ein Beispiel:
Hermes zerlegt das Ziel automatisch in Teilaufgaben, delegiert an spezialisierte Agenten und liefert das Ergebnis in den Chat zurück – vollständig asynchron.
Die gemessene Befehlsliste (Stand: geprüft im Gateway-Code)
Diese Befehle sind im Quellcode als Handler hinterlegt (gateway/slash_commands*.py).
Alles, was hier nicht steht, gibt es nicht:
Was es NICHT gibt: /queue als Warteschlangen-Anzeige
(das Wort „queue" ist im Code nur ein Busy-Verhalten, wenn der Agent beschäftigt ist),
/background (der echte Befehl ist /bg),
/backup und jede andere frei erfundene Kennung.
/approve und /deny bestätigen
einen vom Gateway angeforderten Befehl — sie sind keine Freigabe-Kontrolle für eigene Workflows.
Häufige Fehler und Lösungen
- Bot antwortet nicht: Prüfe
hermes status– läuft der Agent? Prüfe den Bot-Token in der.env. - "Provider authentication failed": Der API-Key für dein KI-Modell ist falsch oder abgelaufen. Setze einen gültigen Key in der Config.
- Befehl wird nicht erkannt: Es gibt keine konfigurierbare Befehlsliste — prüfe den Befehl gegen die gemessene Liste oben. Ein Tippfehler wie
/queuoder ein erfundener Befehl wie/backupwird einfach nicht beantwortet. - Keine Antwort bei langen Workflows: Nutze
/backgroundfür Aufgaben, die länger als 30 Sekunden dauern. Der Bot meldet sich, wenn die Aufgabe fertig ist.
Warum ältere Fassungen dieser Anleitung nicht funktionierten
- Der
telegram:-Config-Block — existiert nicht. Freigabe läuft überTELEGRAM_ALLOWED_USERS. - User-ID 7664467819 — war in der alten Fassung als Beispiel eingetragen; die numerische ID gehört dir, nicht der Anleitung. Trage deine eigene ein.
custom_commands— kein Handler, kein Registry-Eintrag. Ganze Workflows startest du mit/goal.- „Der Bot meldet sich, wenn die Aufgabe fertig ist" — stimmt nur für
/bgund für Ziele; ein einfacher Prompt läuft in der Session. - „30 Sekunden" — keine gemessene Grenze; der Timeout hängt am Modell und der Plattform, nicht an einer festen Zahl im Code.
Weiterlesen
- Worker — wiederkehrende Aufträge statt Einmal-Prompts
- Tarife — welcher Tarif welche Agenten freischaltet
- FAQ — häufige Fragen zu Sicherheit und Datenschutz
- Impressum — JD Smart Vision e.U., Wien
Nächste Schritte
- Richte Cron-Jobs ein, die tägliche Berichte per Telegram senden
- Verbinde mehrere Agenten zu einer Pipeline und starte sie mit einem Befehl
- Nutze Freigabe-Workflows – der Agent fragt per Telegram, bevor er kritische Aktionen ausführt
- Erstelle benutzerdefinierte Tastaturen für schnelle Befehlsauswahl